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Märchen Autor
Letzte Änderung
20. Februar 2012
De Froschkönig
Märchenspiel nach den Gebrüdern Grimm
von Fritz Hellmann
Bearbeitung und Regie: Alex Adamantidis
Grimm, Jacob & Grimm, Wilhelm
Hanau 04.01.1785 - 20.09.1863 Berlin
Hanau 24.02.1786 - 16.12.1859 Berlin
Begründer der Germanistik, Literatur und Sprachwissenschaftler, Märchensammler. Sie sind als
untrennbare Einheit, als „Brüder Grimm“ in die Literaturgeschichte eingegangen.
1796
Tod des Vaters (Amtmann in Steinau).
1798
Besuch des Lyzeums in Kassel, danach Studium der Jurisprudenz in Marburg.
1805
Jacob zeigt solches Interesse am Mittelalter, dass Savigny (der Schwager von Bettina Brentano)
ihn als Assistenten mit nach Paris nimmt.
1806
legt Wilhelm die Staatsprüfung ab und zieht zu seinen inzwischen zurückgekehrten Bruder Jacob
nach Kassel.
1806
Aufgrund seiner guten Französischkenntnisse wird Jacob mit Beginn der französischen Herrschaft
Sekretär beim hessischen Kriegsparlament in Kassel und darauf Verwalter der Privatbibliothek
König Jérome Bonapartes von Westfalen in Kassel, später auch Beisitzer im Staatsrat. Beide
widmen sich dem Studium der altdeutschen Sprache und Literatur. Sie befreunden sich mit Armin
und Clemens Brentano, die altes Liedgut für des „Knaben Wunderhorn“ sammeln. Die Sammel-
tätigkeit der Brüder richtet sich anfangs auf internationale Volkslieder (unveröffentlicht) und findet
ihren 1812-1822 Niederschlag in den „Kinder- und Hausmärchen“ (3 Bde.) Berlin 1812-1822.
Die Überarbeitungen übernimmt Wilhelm.
1814
wird Wilhelm Bibliothekssekretär des Kasseler Kurfürsten. Jacob reist in diplomatischer Mission
nach Paris und Wien.
1816
wird Jacob „zweiter Bibliothekar“ an der Seite des Bruders in Kassel.
1816/1818
erscheinen die „Deutschen Sagen“ (2 Bde.).
1819-1837
„Deutsche Grammatik“ (4 Bde.) von Jacob verfasst.
1828
Jacobs Dokumentation „Deutsche Rechtsaltertümer“.
1829
vollendet Wilhelm sein Hauptwerk „Die deutsche Heldensage“.
1830
erfolgt für beide der Ruf an die Universität Göttingen, wo sie als Professoren und Bibliothekare
wirken.
1835
legt Jacob seine „Deutsche Mythologie“ vor.
1837
protestieren die Brüder Grimm mit fünf weiteren Universitätskollegen gegen den Verfassungs-
bruch des Königs von Hannover („Göttinger Sieben“) und werden suspendiert.
1838
kommt das Angebot der Weidmannchen Buchhandlung Berlin ein „neues großes Wörterbuch
der deutschen Sprache abzufassen“.
1840
erfolgt ihre Berufung durch Friedrich Wilhelm IV. an die Berliner Universität.
1848
veröffentlicht Jacob Grimm die „Geschichte der deutschen Sprache“. Er zieht als Abgeordneter
des Wahlkreises Mühlheim-Essen-Dinslaken ins Frankfurter Paulskirchenparlament ein. Zur
Einigung aller Deutschen und zur rechts- staatlichen Ordnung wolle er beitragen, wie er in seinem
Antrag zum Art. 1 der Grundrechte formuliert, der allerdings abgelehnt wird.
1848
verlässt Jacob den Universitätsbetrieb.
1852
beendet Wilhelm seine Lehrtätigkeit, um sich ganz der wissenschaftlichen Arbeit zu widmen.
1854
wird der 1. Bd. des „Deutschen Wörterbuches“ vorgelegt, bis zum Tod von Jacob Bd. 2 u. 3.
(Erst 1960 wurde dieses Werk, der sog. Grimm (32 Bde.) fertig.
16.12.1859
verstirbt Wilhelm.
20.09.1863
verstirbt Jacob Grimm.
Quellen:
(1.) Frank Shaw in: Literaturlexikon, Hrsg. Walther Killy,
Bd. 4; Bertelmann Lexikon Verlag GmbH,
Gütersloh/München 1989.
(2.) Hans-Rüdiger Schwab in: Metzler-Autoren-Lexikon, Stuttgart,
Metzler 1986