Kontaktinformation   Adresse: St. Galler Bühne Gallusstrasse 43 CH-9000 St. Gallen fzoellig@st-galler-buehne.ch Wir sind Mitglied des Zentralverbandes Schweizer Volkstheater © Copyright 2009 St. Galler Bühne Märchen Autor Das tapfere Schneiderlein Märchen nach den Gebrüdern Grimm von Karlheinz Komm Bearbeitung und Regie: Brigitte Schwarz Grimm, Jacob & Grimm, Wilhelm                              Hanau 04.01.1785 - 20.09.1863 Berlin                              Hanau 24.02.1786 - 16.12.1859 Berlin Begründer der Germanistik, Literatur und Sprachwissenschaftler, Märchensammler. Sie sind als untrennbare Einheit, als „Brüder Grimm“ in die Literaturgeschichte eingegangen. 1796 Tod des Vaters (Amtmann in Steinau).   1798 Besuch des Lyzeums in Kassel, danach Studium der Jurisprudenz in Marburg.   1805 Jacob zeigt solches Interesse am Mittelalter, dass Savigny (der Schwager von Bettina Brentano) ihn als Assistenten mit nach Paris nimmt.   1806 legt Wilhelm die Staatsprüfung ab und zieht zu seinen inzwischen zurückgekehrten Bruder Jacob nach Kassel.   1806 Aufgrund seiner guten Französischkenntnisse wird Jacob mit Beginn der französischen Herrschaft Sekretär beim hessischen Kriegsparlament in Kassel und darauf Verwalter der Privatbibliothek König Jérome Bonapartes von Westfalen in Kassel, später auch Beisitzer im Staatsrat. Beide widmen sich dem Studium der altdeutschen Sprache und Literatur. Sie befreunden sich mit Armin und Clemens Brentano, die altes Liedgut für des „Knaben Wunderhorn“ sammeln. Die Sammeltätigkeit der Brüder richtet sich anfangs auf internationale Volkslieder (unveröffentlicht) und findet ihren 1812-1822 Niederschlag in den „Kinder- und Hausmärchen“ (3 Bde.) Berlin 1812-1822. Die Überarbeitungen übernimmt Wilhelm.   1814 wird Wilhelm Bibliothekssekretär des Kasseler Kurfürsten. Jacob reist in diplomatischer Mission nach Paris und Wien.   1816 wird Jacob „zweiter Bibliothekar“ an der Seite des Bruders in Kassel.   1816/1818 erscheinen die „Deutschen Sagen“ (2 Bde.).   1819-1837 „Deutsche Grammatik“ (4 Bde.) von Jacob verfasst.   1828 Jacobs Dokumentation „Deutsche Rechtsaltertümer“.   1829 vollendet Wilhelm sein Hauptwerk „Die deutsche Heldensage“.   1830 erfolgt für beide der Ruf an die Universität Göttingen, wo sie als Professoren und Bibliothekare wirken.   1835 legt Jacob seine „Deutsche Mythologie“ vor.   1837 protestieren die Brüder Grimm mit fünf weiteren Universitätskollegen gegen den Verfassungsbruch des Königs von Hannover („Göttinger Sieben“) und werden suspendiert.   1838 kommt das Angebot der Weidmannchen Buchhandlung Berlin ein „neues großes Wörterbuch der deutschen Sprache abzufassen“.   1840 erfolgt ihre Berufung durch Friedrich Wilhelm IV. an die Berliner Universität.   1848 veröffentlicht Jacob Grimm die „Geschichte der deutschen Sprache“. Er zieht als Abgeordneter des Wahlkreises Mühlheim- Essen-Dinslaken ins Frankfurter Paulskirchenparlament ein. Zur Einigung aller Deutschen und zur rechts- staatlichen Ordnung wolle er beitragen, wie er in seinem Antrag zum Art. 1 der Grundrechte formuliert, der allerdings abgelehnt wird.   1848 verlässt Jacob den Universitätsbetrieb.   1852 beendet Wilhelm seine Lehrtätigkeit, um sich ganz der wissenschaftlichen Arbeit zu widmen.   1854 wird der 1. Bd. des „Deutschen Wörterbuches“ vorgelegt, bis zum Tod von Jacob Bd. 2 u. 3. (Erst 1960 wurde dieses Werk, der sog. Grimm (32 Bde.) fertig.   16.12.1859 verstirbt Wilhelm.   20.09.1863 verstirbt Jacob Grimm.   Quellen: (1.) Frank Shaw in: Literaturlexikon, Hrsg. Walther Killy, Bd. 4; Bertelmann Lexikon Verlag GmbH, Gütersloh/München 1989. (2.) Hans-Rüdiger Schwab in: Metzler-Autoren-Lexikon, Stuttgart, Metzler 1986